Artikel getaggt mit Breitband

Neuer Breitbandanschluss

Nach langem Warten war es heute soweit: EOLO hat mir die Antenne montiert und aktiviert.
Hier die Ergebnisse (hoffentliche bleiben die so):

Vorher: Telecom Italia ALice (Mini-ADSL)

20110323_speedtest_alice

Nachher: NGI EOLO 5M/1M Mini

20110323_speedtest_eolo

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WiMAX im Unterland

Ich muss zugeben, am Anfang war ich über den neuen Umsetzer der RAS in Laag nicht sehr erfreut, das nächtliche Rotlicht war anfangs ungewohnt und störend.

Nun hat so ein Umsetzer aber auch Vorteile, besonders für uns Technikfanatiker. So muss ich jetzt zB nicht mehr aus dem Haus um zu sehen ob draußen die Sonne scheint, ich sehe das ganz bequem vom Büro aus auf der Webcam welche am Umsetzer montiert ist und direkt nach Kurtatsch gerichtet ist ;=).
Spaß beiseite, so eine Webcam ist natürlich sehr nützlich wenn man unterwegs ist und mal sehen möchte wie das Wetter in Kurtatsch ist.

laag_hq_20110224

Und seit heute hat der Umsetzer bei mir einen weiteren Bonuspunkt: NGI EOLO hat dort eine WiMAX Antenne in Betrieb genommen. Das heisst also, ich werde hoffentlich bald einen besseren Internetzugang haben als dieses mickrige Mini ADSL von Telecom Italia. Ich habe mir schon mal einen Anschluss mit 5Mbit down und 1Mbit up bestellt, und wenn der gut läuft, dann sage ich der Telecom schriftlich “ciao”. Telefoniert wird sowieso schon seit Jahren ausschließlich über VoIP.


Ich bin zwar absolut kein Befürworter solcher Funklösungen, die Nachteile gegenüber Kabellösungen sind einfach zu groß.
Aber wenn seit Jahren von Telecom und von Politikern Versprechnungen gemacht werden, die nicht eingehalten werden, dann sehe ich keine andere Lösung. Und das ist sehr schade!

Auf dieser Karte sieht man die Ausstrahlung der neuen WiMAX Antenne, sie deckt die Dörfer Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kurtinig und Salurn ab.

BTS_Laag

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Bericht über die Breitbandversorgung in Italien

Gestern ist ein brisantes, eigentlich internes Dokument auf Wikileaks aufgetaucht. Der vom “ministero dello Sviluppo Economico” in Auftrag gegebene Bericht von Francesco Caio zeigt die tatsächliche Breitbandversorgung  Italiens auf: demnach sind nicht 98 % der Bevölkerung mit ADSL versorgt, wie von Telecom immer behauptet, sondern 88%. Und auch das scheint mir noch hoch gegriffen, so weiss ich zB, daß laut Telecom Italia die Kurtatscher Bevölkerung zu 100% versorgt ist (Info von LR Berger), in Wirklichkeit ist nur bei ca 20% der Haushalte ein ADSL Anschluss möglich!
Caio schlägt vor, die Breitbandversorgung mit öffentlichen Geldern (meine Worte!) bis 2011 drastisch zu verbessern, und spricht dabei von Anschlüssen mit mindestens 2Mbit downstream.

Originalartikel auf adsl.kurtatsch.net
“Interner” Bericht von Francesco Caio (PDF)
Bericht in der Repubblica
Bericht im Corriere della Sera

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Breitband für Südtirol

Gestern gab’s eine SVP Wahlverantaltung in Kurtatsch. Am Rande hatte ich dabei Gelegenheit, LR Berger die Probleme mit dem MiniADSL in Kurtatsch zu schildern. Er zeigte sich sehr interessiert.
glasfaser1_cr
Elmar Pichler Rolle verwies in seiner Rede dann auf die Erfolge der Landesregierung im Bereich Forschung und Innovation. Namentlich genannt wurden dabei die EURAK, Salewa und das Alu-Werk (wo bleibt das TIS und die Uni?).

Womit wir wieder bei meinem Lieblingsthema angelangt wären:

Leider konzentriert sich fast die gesamte "Forschung und Innovation" auf die Landeshauptstadt, das hat mE auch mit der schlechten Breitbandversorgung der Peripherie zu tun. Auf diesem Gebiet haben wir in Südtirol zZ ein ziemliches Flickwerk und die jetzt geförderten Funknetze werden da nicht wesentliches ändern. Breitband über Funk ist nur eine Übergangslösung bzw für wirklich entlegene Gebiete, aber nie für die breite Masse. Weder die Quantität (Bandbreite, Anzahl der Anschlüsse) noch die Qualität (Stabilität, Sicherheit) kommen an die Kabellösung heran. Ganz zu schweigen von der Strahlenproblematik.
Ich weiss, dass wir nicht schlechter dastehen als andere, ähnlich strukturierte Gebiete, aber mE hätte Südtirol das Know How und die finanziellen Mittel (wenn ich sehe wieviel Strassen, Tunnel, ecc im Land gebaut werden…) um ein ordentliches Breitbandnetz aufzubauen. Und das ist laut heutigem Stand der Technik nur mit einem kapillarem Glasfasernetz zu erreichen. Dadurch würde auch die ländliche Gegend für "innovative" Betriebe interessant und Südtirol könnte zu einem Vorzeigemodell auf diesem Gebiet werden, wie wir es schon in anderen Bereichen sind, Beispiel Klimahouse.
Es stimmt, das wurde jetzt etwas vereinfacht dargestellt. Es braucht natürlich auch eine gutes Backbone (Brennercom?), die Telecom müsste viele Zentralen umstellen, usw. Aber das erste und wichtigste wäre die gute Anbindung der einzelnen Zentralen.

Zum Schluss noch eine, vielleicht etwas provokante Behauptung: das Datennetz wird in 10 bis 20 Jahren wichtiger sein als das Strassennetz. Für viele Betriebe (mich eingeschlossen) ist es das heute schon. Und dabei betragen die Bau- und Instandhaltungskosten nur einen Bruchteil derer des Strassennetzes, und die Umweltbelastung ist gleich null.

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