Artikel getaggt mit Lightroom

Bildbearbeitung, ein Experiment

Der Fotograf Jörg Esser hat auf seinem Blog einpraegsam.de ein Experiment gestartet, er stellt zwei Bilder zur Verfügung die man nach eigenem Gutdünken bearbeiten und dann an den Autor zurückschicken kann.

Ich habe die Bilder ebenfalls bearbeitet, natürlich mit Lightroom. Unten seht ihr das Ergebniss. Es sind leider nur jpg Bilder, man hat also nicht allzu viel Spielraum. Ich bin kein großer Experte auf diesem Gebiet, aber ich bin auch kein Fan von extremen Bearbeitungen, das sieht mir meist zu künstlich aus. Also habe ich auch hier nur das allerwichtigste gemacht.

Ich finde das eine sehr gute Idee und man kann da bestimmt viel dazulernen.
Hier gibt es weitere Infos dazu.

 

original

meine Bearbeitung

experiment01 experiment01_georg
Das original ist mir zu düster, also hab ich es etwas aufgehellt und dem blauen Himmer mehr Sättigung gegeben. Der Rote Gegenstand links unten wurde weggestempelt und noch ein bisschen Schärfe dazugegeben damit das Getreide besser zur Geltung kommt.
experiment02 experiment02_georg
Hier habe ich ebenfalls das ganze etwas aufgehellt, den Weißabgleich ins wärmere verschoben und die Sättigung bei einige Farben (Grün, Blau) angehoben. Ausserdem kam noch eine leichte Vignette dazu.

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HDR, erste Versuche

HDR steht in der Fotographie für “High Dynamic Range”, also hoher Dynamikumfang. Ein sehr detaillierte Artikel über HDR findet sich auf Wikipedia.

Die meisten (Hobby)-Fotografen kennen das, man fotografiert einen dunklen Wald, darüber ein heller, leicht bewölkter Himmel. Auf dem Foto sieht das aber ganz anders aus: entweder der Wald ist zu dunkel und man kann keine  Details mehr in den Ästen erkennen (unterbelichtet), oder der Wald ist korrekt belichtet, aber vom Himmel ist nur noch ein grelles Weiß zu sehen, von den Schäfchenwolken keine Spur (überbelichtet). Das kommt daher, daß der Sensor der Kamera und das Display, bzw der Drucker nur einen begrenzten Dynamikumfang haben.
Früher, als man noch den Film entwickelte, hat man das Problem mit dem sogenannten Abwedeln und Nachbelichten gelöst. Eine Technik die schon der bekannte Landschaftsfotograf Ansel Adams eingesetzt hat. Dabei wurde der hellere Teil des Bildes wärend des Belichtens abgedeckt (abgewedelt), bzw der dunkle Teil nachbelichtet. Das hat natürlich sehr viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Diese Techniken werden in der digitalen Bildbearbeitung auch eingesetzt, jedes einigermassen professionelle Bildbearbeitungsprogramm kann das, bei Lightroom zB macht man das mit dem Korrekturpinsel.
Diese Technik hat aber auch ihre Grenzen, wenn zB viele kleine dunkle Äste in den hellen Himmel ragen. Zwar hilft einem da die Software auch oft weiter, zB mit einer automatischen Maske, aber auch damit ist das Ergebniss nicht immer befriedigend.
Einen ganz anderen Weg geht man bei der Erstellung von HDR Bildern. Dabei berechnet eine spezielle Software aus verschieden belichteten Bildern nach bestimmten Algorithmen eine neues Bild auf welchem sowohl die hellen als auch die dunklen Partien korrekt belichtet erscheinen. Dazu brauchen wir aber schon mal mindestens drei identische Fotos mit verschiedenen Belichtungszeiten: eines korrekt belichtet, eines unterbelichtet (-2 Blendenstufen) und eines überbelichtet (+2 Blendenstufen). Ein stabiles Stativ ist hier Pflicht.
Nun gibt es aber auch hier eine Abkürzung: der Sensor einer DSLR hat eigentlich eine höhere Auflösung als die 8 Bit die wir im Jpeg wiederfinden, der arbeitet intern mit 12 bzw 14 bit. Das heisst er kann wesentlich mehr Farbabstufungen unterscheiden als wir am fertigen Jpeg Foto sehen. Diese volle Auflösung wird nur im RAW-Format korrekt abgebildet. Und diese RAW-Dateien können dann per Nachbearbeitung um zB 2 Blendenstufen über- bzw. unterbelichtet werden, dabei beobachten wir das Histogramm um Abschnitte zu vermeiden.
Diese drei Versionen desselben Bildes (0, –2, +2) exportieren wir und übergeben sie der HDR Software. Ich habe eine ältere Vollversion von Photomatix verwendet, aber es gibt natürlich auch viele andere. Die Steuerung dieser Software ist ein Kapitel für sich, es gibt jede Menge Parameter mit denen wir das Zusammenrechnen der Bilder beeinflussen können.

Und hier nun ein paar Fotos welche auf die eben beschriebene Weise entstanden sind.

 Plose original Plose tonemapped

 Feuerwerk original Feuerwerk tonemapped

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Wohin mit den Fotos? Teil 3

In Teil 1 ging es um Grundlegendes: Backup und Verschlagwortung. Im zweiten Teil um den etwas anspruchsvolleren Foto-Workflow. Und in diesem dritten Teil um Online Services zum sichern bzw. veröffentlichen der Fotos.

Alle hier vorgestellten Online Services erlauben es dem registrierten und eventuell zahlenden Benutzer, Fotos hochzuladen. Gründe das zu tun gibt es viele:

  • Veröffentlichen der Bilder, eventuell mit Zugangsbeschränkung, zB Passwort.
  • Als zusätzliche Sicherheitskopie.
  • Diskutieren der Bilder mit anderen Mitgliedern. Wird häufig von Fotoclubs eingesetzt.
  • Weitergabe zB an Druck-Dienstleister ohne dass die Bilder dazu nochmals hochgeladen werden müssen.
  • Zum Verkauf. Einige Anbieter wickeln den kompletten Verkaufsprozess für ihre Mitglieder ab, und behalten sich dafür einen Teil des Erlöses.
  • Erstellen von Web-Galerien bzw Slideshows, diese können dann bequem in die eigenen Web Seiten eingebunden werden.

Das Angebot an solchen Fotoablage-Anbietern ist groß, es ist unmöglich alle aufzuzählen. Ich will hier einige vorstellen, die ich selbst getestet habe und zum Teil auch laufend benutze.

Flickr von Yahoo ist die weltweit größte Community zum veröffentlichen von Fotos. Fast jeder, der etwas mit digitaler Fotografie zu tun hat ist hier present. Und das ist auch schon der größte Nachteil: es wird schnell unübersichtlich und es gibt auch sehr viel “Müll”.
Fotocommunity hier geht es bedeutend professioneller zu. Da es hauptsächlich von (Semi-) Profis und engagierten Amateuren benutzt wird und da die Anzahl der Bilder die hochgeladen werden dürfen auch für zahlende Kunden limitiert ist, gibt es hier fast ausschließlich Top-Fotos zu sehen.
Heise Foto Galerie Vor rund einem Jahr ist auch Heise eingestiegen. Auch hier finden sich, wie in der Fotocommunity, viele qualitativ hochwertige Fotos. Ist bisher noch Gratis.
Nikon MyPicturetown wird hauptsächlich, aber nicht nur, von uns Nikonianern benutzt. Es gibt viel Speicherplatz für wenig Geld. Das Interface ist sehr komplett und könnte fast die lokale Fotoverwaltung ersetzen, dafür ist es aber etwas langsam und gewöhnungsbedürftig.
Panoramio von Google. Eigentlich nichts besonderes, ABER: die Fotos welche GPS Daten enthalten erscheinen (nach einer Prüfung) auf Google Earth und Google Maps und erreichen schon alleine dadurch hohe Besucherzahlen.
Photoshop.com von Adobe. Als Besonderheit hat man hier auch die Möglichkeit die hochgeladenen Bilder im Browser zu editieren. Dazu stehen wie beim richtigen Photoshop verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, nur halt ein bisschen weniger, … und vor allem langsamer.
PicasaWeb ebenfalls von Google. Einfacher Service welcher naturgemäß gut mit der gleichnamigen Bilderverwaltungssoftware Picasa zuammenarbeitet.

Smugmug

ist einer der großen Anbieter; erlaubt viele Anpassungen am Layout und ist sehr reichhaltig ausgestattet. Aber auch relativ teuer.

Zenfolio

ist von der Ausstattung her praktisch identisch mit Smugmug, aber günstiger und meines Erachtens auch schneller.

Und jetzt noch zwei lokale, sprich Südtiroler Anbieter:
Sichtweise Südtiroler Fotoclub mit knapp 100 Mitglieder und einem sehr aktiven Kern.
Bildbox Südtirol ist eine Community mit Bildern rund um Südtirol.

Und hier die aktuelllen Preise mit den entsprechenden Begrenzungen.

Preis/Jahr Limits
Flickr Free - 100 MB/Monat
Pro 30 $ unbegrenzt
Fotocommunity Free - 1/Woche
Basic 48 € 10/Woche
Pro 72 € 15/Woche
World 96 € 30/Woche
Heise Foto Free - ?
Nikon MyPicturetown - 2 GB
Gold - 20 GB
Panoramio - 2 GB
Photoshop.com Free - 2 GB
20GB 20 $ 10 GB
100GB 100 $ 100 GB
Picasa Web Free - 1 GB
="201"> 20GB 5 $ 20 GB
80GB 20 $ 80 GB
Smugmug Standard 50 $ unbegrenzt
Power User 60 $ unbegrenzt
Professional 150 $ unbegrenzt
Zenfolio Basic 25 $ 1 GB/Jahr
Unlimited 40 $ unbegrenzt
Premium 100 $ unbegrenzt

Das Hochladen der Fotos kann direkt über die Seite des Anbieters gemacht werden. Da das aber etwas umständlich ist, bieten die meisten auch eine getrennte Software zum Hochladen von Bildern bzw Bildergruppen an. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Größe ändern, Metadaten reduzieren, Copyright-Wasserzeichen einbrennen, usw.
Wenn man die Fotos sowieso schon mit Lightroom 2 verwaltet, kann man sie auch direkt damit hochladen, und zwar mit den entsprechenden Plugins von Jeffrey Friedl. Das geht sehr einfach: Fotos auswählen, Export to…, einige Parameter einstellen, und Lightroom macht den Rest. In Lightroom 3 sollen solche Export-Plugins noch besser unterstützt werden (freu).

Ich persönlich bin seit Jahren auf Flickr zu finden, zum veröffentlichen und auch sichern der Fotos. Auf Panoramio lade ich nur die Bilder hoch, die ich auf Google Earth veröffentlichen möchte.
Da ich mit dem Layout von Flickr (weißer Hintergrund) und den limitieren Einstellungsmöglichkeiten schon länger unzufrieden bin, habe ich mich kürzlich bei der Konkurrenz umgesehen. Und da haben mir besonders Smugmug und Zenfolio gefallen. Ich habe mich schließlich für Zenfolio Unlimited entschieden (Klemmseckl!) und bin bisher sehr zufrieden damit.

Eingene Webseite: dies ist eine weitere Möglichkeit Fotos online zu stellen. Dazu registriert man diese bei einem Provider (zB register.it) und kauft sich genügend Speicherplatz dazu. Die Fotos werden dann mit geeigneter Software formatiert und hochgeladen. Dies kann ebenfalls mit Leightroom 2 geschehen oder mit spezieller Software wie zB jAlbum. Die Lösung ist flexibler als die oben genannten Services, nicht nur graphisch lässt sich viel mehr machen. Allerdings ist es auch mit bedeutend mehr Arbeit verbunden. Ein weiterer Nachteil: der Community Effekt fällt weitgehend weg.
Einige Beispiele solcher Seiten: Othmar Rederlechner, Michele Susanna, Alles Fotos.

Zum Abschluss noch meine Bilder auf Flickr, Zenfolio, Panoramio.
Und falls es noch Fragen gibt die ich beantworten kann… einfach einen Kommentar hinterlassen.

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Wohin mit den Fotos? Teil 2

Der wichtigste Teil in jedem Foto-Workflow ist natürlich immer noch das Fotografieren selbst, aber es kommt häufig vor, daß man mehr Zeit in die Verwaltung und Nachbearbeitung der Fotos steckt, als ins Shooting selbst.
Ich möchte hier kurz beschreiben, wie mein Workflow aussieht. Dass dieser inzwischen praktisch komplett auf Adobe Lightroom 2 basiert, hatte ich ja schon erwähnt.
lr2_main

1. Fotos von der Speicherkarte herunterladen. Die Fotos werden von LR2 von der Karte gelesen und landen auf meinem NAS. In diesem NAS stecken seit meinem letzten Plattencrash nicht mehr nur eine, sonder zwei Platten im RAID-1 Verbund. Zusätzlich legt LR2 eine Sicherheitskopie von den Fotos auf die lokale Festplatte. Ca einmal pro Monat mache ich ein Backup vom NAS auf eine USB-Disk, erst nach diesem Backup lösche ich die Sicherheitskopie von meiner lokalen Platte. So habe ich die Fotos immer auf zwei getrennten Datenträgern.
Die Fotos landen im Verzeichnis …/Jahr/Monat/Tag und werden bereits während dem Import mit einigen Tags versehen, zB Fotograf und Copyright. Außerdem konvertiert LR2 die Bilder in dieser Phase vom proprietärem Nikon RAW Format in das standardisierte RAW Format DNG.

2. Ausmisten und bewerten. Nun überfliege ich die Bilder im Schnelldurchlauf und markiere alle misslungenen, doppelten und wertlosen Bilder als abgelehnt (Taste X), und pushe alle eventuell Brauchbaren (Taste P). Auch werden in dieser Phase Sterne vergeben, dabei bin ich sehr sparsam: nur meines Erachtens wirklich gute Bilder erhalten zwischen 1 und 3 Sterne, für 4 oder gar 5 Sterne reichen meine Arbeiten noch nicht :-(.

lr2_maps 3. Geotaggen. Ein GPS Gerät ist immer in meiner Fototasche/Rucksack, es protokolliert laufend Zeit, Position, Höhe, Geschwindigkeit, usw. Diese Daten, auch Track genannt, werden dann mit der Garmin Software MapSource als GPX Datei ausgelesen. Lightroom 2 kann selbst zwar nicht mit GPS Daten umgehen, aber es gibt ein sehr gutes Plugin von Jeffrey Friedl welches diese Positionsdaten mit den Fotos verknüpft. Dazu werden die Zeitstempel vom GPX mit denen vom Foto verglichen, falls eine Position gefunden wird, die zeitlich zum Foto passt, wird diese Position dem Foto zugeordnet. Nun “weiss” das Foto, wo es aufgenommen wurde und LR2 (und andere Software) kann diese Position auf einer Landkarte anzeigen.

4. Katalogisieren und Verschlagworten. Damit die Fotos auch in einigen Jahren wieder gefunden werden, vergebe ich nun Schlagworte. Das ist eines der Spezialgebiete von LR2, so kann man beispielsweise die Schlagworte hierarchisch strukturieren, also zB Tier – Insekt – Fliege. Wenn ich nun enem Bild das Wort Fliege zuordne, dann erhält dieses auch die Tags Tier und Insekt zugeordnet. Weiters kann man einem Schlagwort Synonyme zuordnen, zB Animal für Tier, die beiden sind dann gleichbedeutend.
Außerdem wird den “guten” Fotos hier eventuell ein Titel und eine Beschreibung gegeben, diese werden später beim veröffentlichen verwendet.
 

5. Nachbearbeiten. Inzwischen mache ich bei vielen Bildern ein wenig an Nachbearbeitung, das ist ebenfalls ein Spezialgebiet von Lightroom. Zuerst wird zugeschnitten und gerade gerichtet (Taste R). Dann werden Weißabgleich, Belichtung, Kontrast usw. justiert (Taste D). Nur selten arbeite ich mit den vielen spezielleren Einstellungen: Gradationskurve, Rauschreduzierung usw. Es erstaunt mich immer wieder, wieviel man mit LR aus dem meisten Fotos herausholen kann, vorausgesetzt es handelt sich um RAW Dateien.
Hier zwei vorher-nachher Beispiele:
lr2_roselr2_compare

6. Veröffentlichen. Nach soviel Arbeit, sollen die Fotos auch bewundert werden können. Das kann auf einem Ausdruck sein oder mittels einer Diashow, aber am besten direkt im Internet. LR2 beherrscht alle diese Ausgaben hervorragend. Ein Beispiel einer so erstellten Webgallerie ist hier: Herzjesu 2009. Natürlich wird nur ein Teil der Fotos veröffentlicht, normalerweise diese, welche in Step2 ge-pusht wurden bzw mit Sternen versehen wurden.
Ausserdem sollten die Fotos noch online gestellt werden, zB auf Flickr. Das geht am einfachsten mit den Plugins von Jeffrey Friedl. Aber das wird das Thema eines eingenen Artikels.

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Wohin mit den Fotos?

DSC_1796 In den letzten knapp zehn Jahren hat die digitale Fotografie die klassischen Fotos/Dias praktisch komplett abgelöst. Seither hat sich die Zahl der Fotos vervielfacht und diese werden nicht mehr in Schuhkartons und Diakästen aufbewahrt, sondern auf PCs, USB-Disks und DVDs.

Und damit sind wir auch schon beim ersten Problem: während die Papierfotos im Schuhkarton leicht 100 Jahre überstehen, hat die Festplatte eine Lebenserwartung von lediglich 3 bis 5 Jahren. Regelmäßige Backups sind also Pflicht, am besten mehrere. Der Grundsatz lautet: Daten (auch Fotos) existieren nur, wenn es mindestens zwei Kopien davon gibt. Ich habe mich auch nicht immer an diese Regel gehalten, siehe hier.

DSC_4857 Das zweite Problem: es war früher für jedermann, ob jung oder alt, sehr einfach das Schuhkarton herauszuholen und die Fotos anzusehen. Heute ist das etwas komplizierter, zumindest für die unter uns, die nicht den ganzen Tag am Bildschirm sitzen: der PC muss hochgefahren werden, die richtige Platte/DVD gesucht und eingelegt werden, und dann muss man sich noch durch hunderte oder tausende Fotos quälen, um die gesuchten zu finden. Hier kann uns spezielle Software zur Bildverwaltung weiterhelfen. Für den privaten Gebrauch reicht Gratis-Software wie zB Google Picasa vollkommen aus. Diese Software kann Fotos von der Kamera importieren, nach gewünschtem Schema in Ordnern ablegen und erlaubt ein Minimum an Bearbeitung. So können zB rote Augen korrigiert werden, Fotos geradegerichtet werden und die Belichtung und Farben etwas angepasst werden. Das reicht meist auch schon.
Das wichtigste ist aber das sogenannte Verschlagworten, dh jedem Bild werden einige aussagekräftige Worte zugewiesen, das kann der Aufnahmenort sein, die Namen der Personen auf dem Bild, der Anlass und ähnliches. Damit ist es jederzeit schnell möglich alle Fotos mit zB einer Sonnenblume zu finden. Ausserdem sollte man die Bilder bewerten, zB mit einem Punktesystem.

DSC_1885 Für die Profis gibt es natürlich professionellere, sprich teurere Software, wie Apple Aperture oder Adobe Lightroom. Diese unterstützen den Fotografen beim kompletten Workflow, also Import, Entwicklung, Nachbearbeitung, Archivierung, Druck, Publishing, usw.
Wie mein Workflow früher aussah, also vor Lightroom 2, habe ich vor einem Jahr hier beschrieben. Wie ich meine Bilder jetzt verwalte werde ich in einem späteren Beitrag schreiben.

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Adobe Lightroom 2

box_lightroom2 Wie meine Fotos zZ verwaltet werden hab ich ja schon mal beschrieben. Und ich finde immer noch, daß Picasa ein sehr gutes Stück Software ist. Es ist einfach damit große Mengen von Fotos zu verwalten, es ist rasend schnell und es kostet nix.
Aber…, den ambitionierten Fotographen stört, daß für viele Tasks externe Tools herhalten müssen. Zum Beispiel die Entwicklung von RAW Dateien und das Setzen der Metainformationen. Auch das Drucken und der Export der Bilder ist limitiert.
Nun hab ich schon vor einiger Zeit mal Lightroom angetestet (es gibt eine 30 Tage Testversion). Das einzige was mir damals fehlte war das Geotagging, also die Funktion die Fotos einer GPS Position zuzuordnen.
Vor einigen Tagen bin ich nun über diesen Blog eines Fotografen aus Kyoto gestoßen. Dieser hat mehrere Plugins für Lightroom geschrieben, unter anderem eines fürs Geotagging. Dieses Plugin hab ich jetzt mit dem neuen Lightroom 2.1 getestet und bin begeistert. Das gesamte Fotomanagement kann damit aus einer einheitlichen Oberfläche heraus erledigt werden: der Import von der Kamera, das Feintuning der RAW Bilder, das Verschlagworten, natürlich das Geotagging, bis hin zum Druck und zum Export als Diashow oder als Webseite. Alle Veränderungen am Bild werden dabei nicht an der Originaldatei vorgenommen, sondern als Befehle in den Metainformationen abgelegt und können so jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Zum Katalogisieren der Bilder gibt es viele Möglichkeiten: durch Schlagwörter, durch Sammlungen bzw Smart-Sammlungen, durch Farb-Tags, durch Bewertung der Bilder, uvm. Auch die Suchfunktionen lassen nichts zu wünschen übrig.
Ich kann diese Software allen die sich ernsthaft mit Fotographie beschäftigen nur empfehlen. Der Preis könnte dabei aber ein großes Hindernis sein: 270 Euro verlangt Adobe dafür.

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